Holzbau

Fauststrasse

Niedrigenergiehaus in Holzbauweise.

Der Holzbau weist zur Herstellung gegenüber dem Massivbau deutlich weniger graue Energie auf. Als nachwachsender Rohstoff trägt er aktiv zu einem Klimaschutz durch die CO2-Bindung des Baustoffes bei. Durch die besseren Wärmedämmeigenschaften des Holzes sind geringere Wandstärken möglich, und es resultieren weniger Wärmebrücken. Dank Vorfertigung ergeben sich Bauzeitenersparnisse, die die etwas höheren Rohbaukosten kompensieren. Generell sind Räume in Holzbauweise von einer wohnphysiologisch angenehmen und gesunden Behaglichkeit geprägt.

Graue Energie

 

Bogenhausen

Transformation einer 60er Jahre Villa. American Living.

Die Nachhaltigkeit eines Gebäudes bemisst sich nach Bau, Betrieb und Rückbau. Die graue Energie umfasst die Energiemenge, die für die Herstellung der Baumaterialien, deren Lagerung und Transport und schlussendlich deren Entsorgung aufgewendet werden muss. Betrachtet man den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes, so verliert ein relativ geringer Energieaufwand im Betrieb an Bedeutung gegenüber dem Aufwand, der in den Phasen Bau und Rückbau entsteht. Erst mit zunehmender Nutzungsdauer relativieren sich die Anteile für die eingebrachte Primärenergie. Der Abbruch eines bestehenden Gebäudes bedarf einer teils beträchtlichen Menge an Energie. Deshalb bedeutet nachhaltiges Bauen nicht ausschließlich Bauwerke zu errichten, sondern auch den Gebäudebestand zu erhalten. Dies prägt nicht nur das Erscheinungsbild der Städte und der gebauten Umgebung, sondern ist auch ein wesentlicher Beitrag zur Energieeffizenz im Bauen.